Zwei Tage, zwei Großaufgaben: Starkes IGN-Wochenende in Mannheim und der Region
Ein Wochenende, zwei große Einsätze und rund 25 engagierte Mitglieder: Die IGN war am 10. und 11. Oktober 2026 gleich mehrfach gefordert. Beim Tag der offenen Tür der rnv in Mannheim sorgten historische Straßenbahnen für echte Zeitreisen, einen Tag später folgte mit „Schleifspuren zwischen Rhein und Neckar“ eine nahezu ausverkaufte Sonderfahrt. Beide Veranstaltungen zeigten eindrucksvoll, wie groß das Interesse an historischem Nahverkehr in der Rhein-Neckar-Region ist.
Historische Straßenbahnen beim Tag der offenen Tür
Am Samstag war die IGN beim Tag der offenen Tür der rnv in Mannheim vertreten. Mit den Triebwagen 455, 516 und 156 betrieb der Verein einen historischen Shuttleverkehr. Zusätzlich wurden die OEG Diesellok 02, die E-Lok 05 und der historische Rastatter Triebwagen 77 ausgestellt und von IGN-Mitgliedern betreut.
Zwölf Mitglieder waren für die IGN im Einsatz. Das Interesse der Besucherinnen und Besucher war groß. Viele nutzten nicht nur das umfangreiche Programm der rnv und das Angebot des Nahverkehrsmuseums DEPOT 5 der FTM, sondern suchten ganz bewusst die historischen Fahrzeuge auf.
Besonders schön waren die vielen persönlichen Begegnungen. Immer wieder erzählten Fahrgäste von früheren Fahrten und Erinnerungen aus ihrer Kindheit.
„Man merkt bei solchen Veranstaltungen sehr schnell, dass diese Fahrzeuge für viele Menschen weit mehr sind als alte Straßenbahnen“, sagt IGN-Vorsitzender Alexander Wolf. „Sobald jemand einsteigt, werden Erinnerungen wach. Plötzlich werden Geschichten aus der Kindheit erzählt. Genau diese Momente zeigen uns, warum sich die Arbeit für den Erhalt der Fahrzeuge lohnt.“
Fast ausverkauft zu den „Schleifspuren zwischen Rhein und Neckar“
Schon am nächsten Morgen ging es für die IGN weiter. Bei der Sonderfahrt „Schleifspuren zwischen Rhein und Neckar“ nahmen knapp 50 Eisenbahn- und Straßenbahnfreunde teil. Die Veranstaltung war damit nahezu ausverkauft.
Unter den Gästen waren rund 20 Mitglieder von IGN und FTM. Andere Teilnehmer reisten aus ganz Deutschland und sogar aus dem europäischen Ausland an.
Die Tour begann am Mannheimer Hauptbahnhof. Von dort führte die Strecke zunächst zur Vogelstang und zur SAP Arena. An mehreren Stellen wurden Fotohalte eingelegt. Anschließend ging es über die OEG-Strecke weiter. Ein besonderer Höhepunkt war eine Parallelfahrt, die den Teilnehmern außergewöhnliche Fotomotive bot.
Vier Schleifwagen im Mittelpunkt
In Heidelberg wurde das Konzept noch einmal erweitert. Dort standen die vier eingesetzten Schleifwagen 4354, 3200, 1301 und 1302 im Mittelpunkt.
Auf einem Rundkurs konnten die Teilnehmer die Fahrzeuge immer wieder von unterschiedlichen Fotostandpunkten aus erleben. Der Wechsel zwischen verschiedenen Standorten sorgte dabei für zahlreiche Motive und viel Abwechslung. Anschließend brachte eine Rhein-Neckar-Tram die Gruppe als Shuttlefahrzeug wieder zurück nach Mannheim.
Das Konzept kam bei den Teilnehmern sehr gut an. Teilnehmer Horst lobte vor allem die Organisation: „Besonders gut haben mir die Streckenauswahl und die Pendelfahrten gefallen. Es hat alles optimal geklappt.“ Auch Klaus-Dieter war mit dem Ablauf zufrieden: „Ich hatte über Drehscheibe Online vom Event erfahren. Die Rundfahrten in Heidelberg waren klasse. So konnte sich jeder einen geeigneten Fotostandpunkt suchen.“ Leon hob besonders die Organisation vor Ort hervor: „Die Gruppengröße war genau richtig. Auch die Auswahl der Fotospots war perfekt.“
Rund 25 Mitglieder im Einsatz
Über das gesamte Wochenende waren rund 25 Mitglieder der IGN im Einsatz. Sie übernahmen Fahrdienste, betreuten Fahrzeuge, begleiteten Besucher, organisierten Fotohalte und sorgten dafür, dass beide Veranstaltungen reibungslos verliefen.
„Auf dieses Wochenende können wir wirklich stolz sein“, sagt der zweite Vorsitzende Jens Schneider. „Zwei große Veranstaltungen direkt hintereinander funktionieren nur, wenn viele Menschen zuverlässig zusammenarbeiten. Rund 25 unserer Mitglieder haben dabei mit angepackt. Dass alles so reibungslos gelaufen ist und wir gleichzeitig so viele Menschen begeistern konnten, ist eine starke Leistung des gesamten Teams.“
Nach zwei intensiven Tagen blieb damit vor allem eines hängen: viel Arbeit, viele Kilometer – und noch mehr Begeisterung für historischen Nahverkehr.









